Wir im Landtag – Besuch bei Ruth Müller, MdL

Mitte Juli waren wir bei der niederbayerischen SPD-Landtagsabgeordneten Ruth Müller im Bayerischen Landtag in München zu Gast.

Nach einer persönlichen Begrüßung führte uns Ruth Müller durch das Maximilianeum und gab uns interessante Einblicke in den parlamentarischen Alltag. Wir besichtigten unter anderem die Fraktionsräume der SPD, den Senatssaal, die Bibliothek sowie den Plenarsaal. Dabei berichtete sie über ihre politischen Schwerpunkte, ihre Arbeit in den Ausschüssen und den Ablauf der Gesetzgebung im Freistaat. Beim gemeinsamen Ausklang im Hofbräukeller wurde weiter diskutiert – über aktuelle Themen aus Bundes- und Landespolitik und die Zukunft der Bayern SPD.

Wir bedanken uns herzlich bei Ruth Müller für die Einladung, die interessanten Einblicke und den Austausch.

Passau wird gegrillt! Wir fordern eine kommunale Hitzeschutzstrategie.

Wir Jusos Passau fordern eine verbindliche Strategie für Hitzeschutz und öffentliche Kühlung. Trinkwasserbrunnen, Schattenplätze und neue Begrünung sind wichtige erste Schritte, reichen angesichts zunehmender Hitzeperioden aber nicht aus. Aus unserer Sicht muss Hitzeschutz künftig systematisch mitgedacht werden – im öffentlichen Raum, in städtischen Gebäuden, in Schulen und im ÖPNV.

Dazu gehören für uns mehr Schatten und Begrünung, ein dichteres Netz an Trinkwasserangeboten, kühlere Schulhöfe, Haltestellen und öffentliche Plätze sowie besserer Hitzeschutz in öffentlichen Gebäuden. Wo passive Maßnahmen nicht ausreichen, müssen auch Klimaanlagen in städtischen Gebäuden und klimatisierte Busse geprüft werden.

Gerade in der Passauer Innenstadt sind viele Maßnahmen baulich anspruchsvoll. Leitungen, enge Flächen, Rettungswege oder Denkmalschutz können Entsiegelung und große Baumpflanzungen erschweren. Das darf aber nicht dazu führen, dass notwendige Klimaanpassung ausbleibt. Wo Entsiegelung nicht möglich ist, brauchen wir Alternativen wie Fassaden- und Dachbegrünung, Rankhilfen, Pergolen, begrünte Innenhöfe, Klimasteine oder andere wasserdurchlässige Oberflächen.

Auch neue Bauprojekte müssen künftig stärker auf ihre Wirkung für das Stadtklima geprüft werden. Frischluft- und Kaltluftkorridore, helle Oberflächen, Begrünung, Schatten und selbstkühlende Architektur sollten frühzeitig berücksichtigt werden, damit neue Projekte Passau nicht weiter aufheizen, sondern zur Abkühlung beitragen.

„Unsere Vorschläge sollen nicht zu mehr Aufwand oder zusätzlicher Bürokratie führen, sondern den Menschen im Alltag konkret das Leben erleichtern. Es geht um mehr Schatten, mehr Trinkwasser, kühlere Wege, bessere Bedingungen in Schulen und einen ÖPNV, der auch bei Hitze nutzbar bleibt“, erklärt Manuel Weißmann, Vorsitzender der Jusos Passau.

Für uns ist Hitzeschutz auch eine soziale Frage. Besonders betroffen sind unter anderem Kinder, ältere Menschen, chronisch Kranke, Menschen mit Behinderung sowie Beschäftigte, die draußen, in Pflegeberufen, in ungekühlten Räumen oder körperlich belastenden Tätigkeiten arbeiten. Hitzeschutz ist deshalb keine reine Stadtverschönerung, sondern Gesundheitsschutz, Barrierefreiheit und soziale Gerechtigkeit